Archiv für den Monat Juli 2026

Dem´s Gourmet; Murpark Graz

Könnt Ihr euch noch an Döner erinnern, wie sie vor 35 Jahren waren? Als noch saftige Fleischstücke im Fladenbrot waren, mit Zwiebeln und Sumach und ganzen Büscheln von Petersilie? Nein? Ich schon. Und ich vermisse sie. Ich weiß nicht mehr genau, wann diese dünnen, halb durchsichtigen armlangen Streifen aufkamen, aber sie haben das Ess-Erlebnis nicht gerade verbessert. Insbesondere, wenn man plötzlich statt Rind oder Kalb nur noch Pute oder Hähnchen kriegt.
Deshalb war ich so neugierig, als jetzt immer wieder „Steak-Döner“ aus dem Boden ploppen und einer davon im Murpark in Graz. „Dem´s Gourmet“ bietet nicht nur Käseaufstriche, diverse Salate und Baklava zum dort essen oder mitnehmen sondern eben auch: Rindfleisch-Döner. Und: sie backen ihr Brot selbst. Ich weiß gar nicht, auf was ich neugieriger war.

Dem´s Gourmet im Murpark Graz

Am Samstag war es dann soweit. Wir haben uns einen Platz dort im Lokal gesucht. Da die Filiale erst seit einem kanppen halben Jahr fix dort ist, sah alles noch schick und neu aus. Unter den Getränken auf der Karte finden sich auch „selbst gemachte“ Limonaden z.b. mit Limette und Minze oder Holunder. Sie werden selber mit Sirup und Mineralwasser gemischt und garniert mit Minze serviert. Aber dafür waren wir ja nicht da.

Limetten-Minz-Limonade von Dem´s Gourmet im Murpark in Graz

Den Döner kann man entweder als Huhn oder Rind haben und als Dönerteller (16,90 € mit 160 g Rindfleisch), als Dürüm oder als Döner-„Sandwich“. Hier kommt jetzt das frisch in der Filiale gebackene Brot zum tragen. Man kann immer wieder zuschauen, wie neue Brote in bzw. aus dem Ofen kommen…

Brot von Dem´s Gourmet im Murpark in Graz

Außerdem kann ich unter mehreren verschiedenen Größen wählen und habe 4 verschiedene Saucen zur Auswahl. Vielversprechend. Wir bestellten als Vorpeise Knoblauchgarnelen. Dann zweimal Döner-Sandwich, einmal in S und einmal in L. Bekommen haben wir statt dessen allerdings ein Döner-Sandwich und einen Dönerteller. Missverständnis beim Aufnehmen der Bestellung; eine leicht verwirrte Bedienung kommt schon auch mal vor. Macht in dem Fall nichts, so konnten wir gleich sehen, wie der Döner-Teller aussieht. Ich bestellte für meinen Döner als „Füllung“ Joghurtsauce, Zwiebeln und Tomaten. Einfach, um mal den Geschmack zu testen.

Erst mal zu den Knoblauchgarnelen. Die waren lecker. Schön plump, guter Biss, viiiel Knoblauch. Kann man nichts falsch machen, wenn man die bestellt oder für später mitnimmt.

Knoblauch-Garnelen von Dem´s Gourmet im Murpark in Graz

Der Dönerteller war gut bestückt mit Fleisch, Pommes, Reis und Salat (ohne Dressing) und Brot. Sah gut aus, aber der Reis hat aus meiner Sicht noch Optimierungspotential. Er war gut gekocht und gut mit Salz gewürzt. Das war es aber auch schon. Wo sind meine Reisnudeln? Liebes Dem´s-Team, da geht wirklich noch was.

Dönerteller von Dem´s Gourmet im Murpark in Graz

Kommen wir jetzt aber zum Star des Tages: dem Döner (-Sandwich)!

Klar Rindfleisch. Saftig. Gut gewürzt. Zart. Hm, 1 Tomatenscheibe, das ist doch ein bisserle wenig. Zwiebeln etwas sparsam, ein Hauch Petersilie. Ja, normalerweise ist da noch Salat und Rotkraut etc drin. Aber wenn ich das rauslasse, mache ich halt vom anderen mehr rein… Etwas wenig Sauce. Zusammen: Ein Döner, der fast schmeckt, wie ein Döner schmecken sollte! Das Brot selber war gut. Knusprig, lecker, eigentlich passt es auch gut. Ich bin nur nicht sicher, ob ich mich an das Brot gewöhnen kann. Ein Döner nicht im Fladenbrot, das ist ungewöhnlich. Vielleicht nehme ich das nächste mal einen Dürüm. Das Fleisch war zwar immer noch maschinell geschnitten und daher seeehr dünn – aber geschmacklich echt gut. Alles in allem beißt man da rein und denkt sich: „Jap. Döner.“
Das war fast wieder ein Geschmackserlebnis wie früher und leider hat es mir damit so ziemlich jeden anderen Döner hier in Graz damit etwas verhagelt – ich fürchte, Döner kann ich ab jetzt nur noch im Murpark essen. Zumindest, bis wir die anderen „Steak-Döner“ probiert haben….

Was hat der Döner gekostet? Weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Es waren irgendwas um die 8 Euro. Ist das teuer? Ja. Zahle ich es? Ja. Warum? Weil das leider der beste Döner ist, den ich in den letzten Jahren irgendwo gegessen habe.
Die Tomaten hätten üppiger ausfallen dürfen, der Reis braucht noch etwas Liebe. Aber beim Fleisch kann ich nur sagen: Eline sağlık! So nah am Döner meiner Erinnerung war schon lange keiner mehr.
Wirsing, Sususi

Mauritius, Stuttgart

Mauritius. Weiße Sandstrände. Türkisfarbenes Meer. All-inclusive. Oder einfach nur: Stuttgart, Gerber. Ob es dort unbedingt Beach Vibes gibt, sei einmal dahingestellt. Gutes Essen und gute Cocktails kommen einem Kurzurlaub in der Karibik aber ziemlich nahe. Wobei – Moment. Das wäre grober geografischer Unsinn. Mauritius liegt schließlich im Indischen Ozean. Der Name löst trotzdem sofort Urlaubsgefühle aus, und genau darauf setzt die Restaurantkette „Mauritius“, die vor allem in Baden-Württemberg vertreten ist. In diesem Fall urlaubten wir in der Filiale im Gerber in Stuttgart.

Wir kamen gerade noch rechtzeitig, um die „Spritz O´Clock“ auszunutzen – jeder Spritz bis 18:00 Uhr nur 5 €. Damit ging der Urlaub schon gut mit einem leckeren (wenn auch optisch ausbaufähigem) Cocktail in einem netten, durchaus „exotisch“ angehauchtem Ambiente los.

Die Speisekarte (manche Gerichte sind nicht an allen Standorten verfügbar) ist nicht besonders groß, bietet aber aus nahezu jeder Kategorie etwas: Bowls, Salate, Pizza und Pasta, Fleischgerichte und Burger. Man kann sogar ein Hot Stone Steak bestellen: da bekommt man einen heißen Stein und grillt (ähnlich wie im Abacco´s) sein Steak selber fertig je nach gewünschtem Gargrad. Ich wollte allerdings etwas Exotischeres: das Port Louis Grilled Chicken: Hähnchenoberkeule ohne Knochen mit Piri-Piri-Marinade, Pommes, Cayenne-Dip und knackigem Salat. Cayenne-Dip und Piri-Piri-Marinade – das musste ich ausprobieren, denn meistens merkt man von der versprochenen Schärfe davon: genau nix.

Port Louis Grilled Chicken mit Pommes im Mauritius Beach Restaurant in Stuttgart im Gerber

Diesmal war aber sogar ein leichter Kick dabei. Nicht wirklich scharf, aber ein Hauch von pikant. Das Hähnchenfleisch war zart, gut mariniert und gut gegrillt. Die Pommes waren unspektakulär (aber ich mag die Pommes mit Schalenstückchen dran lieber und war deshalb mit diesen hier sehr einverstanden) und der Salat eine schöne Beilage. Alles schön angerichtet; appetitlich, heiß, einfach lecker. Passend zum Urlaub sozusagen. Also Cocktails gut, Essen gut, alles gut? Schlicht und einfach: ja. Ganz besonders möchte ich aber bitte mal den Service loben. Wir waren mehr als 10 Personen an zwei Tischen verteilt. Das alleine ist für die meisten Lokalitäten schon eine Herausforderung, die nicht immer gelingt. Hier hatte ich das Gefühl, daß wir alle sehr gut betreut wurden, sehr entspannt bedient wurden und rundherum einen guten Service bekamen. Also ganz so, wie es im Urlaub sein sollte. Alle wirkten sehr souverän und als wüssten sie, was sie tun. Ein so reibungsloses Zusammenspiel des Teams erlebt man heute nicht mehr allzu oft. Großes Lob!

Innenbereich Mauritius Beach Restaurant in Stuttgart im Gerber

Das Mauritius hier ist ein Ort, an dem man gerne mit Freunden geht zum Quatschen und Essen und um einen schönen Abend zu haben. Und ein Ort, an den man gerne zurückkommt. In diesem Sinne: Owar, a binto und Wirsing, Sususi!

Flann O`Brien, Graz

„A pint of plain is your only man“. Mit dieser Ode an das Guinness hat James Joyce vermutlich mehr Menschen ins Pub gelockt als jede Werbekampagne. Uns eingeschlossen. Also landeten wir am Freitag im Flann O´Brien.
Das Wetter war super, also haben wir uns draußen in den Innenhof gesetzt, der sich zwischen Kastner & Öhler und besagtem Irish Pub befindet. Und ehrlich gesagt sitzt man da auch deutlich gemütlicher und schöner als drinnen. Außerdem laufen drinnen mehrere Fernseher mit diversen Sportveranstaltungen. Wir haben um ca. 17 Uhr einen schönen Platz bekommen, aber wir haben schon gesehen, daß viele Plätze reserviert waren. Wer später dran ist, sollte das im Auge behalten.

Innenhof Flann O`Brien Irish Pub in Graz

Während ich mich an ein klassisches Guinness hielt, bestellte meine Begleitung ein Whitebird, ein White Stout. Die Craft Beer Auswahl im Flann´s wechselt immer mal wieder, daher sollte man die Gelegenheit nutzen, wenn es auf der Karte steht – es ist nämlich sehr gut und mal was anderes. Gebraut wird es übrigens in Zusammenarbeit mit dem Sudhaus Graz.

Die Auswahl zum Essen fiel mir mal wieder schwer, es standen ein Haufen Sachen auf der Karte, die ich sehr gerne esse und die auch hervorragend in ein Pub und zum Bier passen.
Wir entschieden uns dann für die BBQ Spare Ribs mit Chips und den „Good Pie“.

Good Pie im Flann O`Brien in Graz

Dieser war ein Kartoffel-Pie, also wie der Shepherd´s Pie ein mit Kartoffelpüree überbackener Auflauf. In diesem Fall fleischlos (die fleischige Variante gab es auch als Cottage Pie): verschiedene Gemüsesorten mit Pale Ale geschmort und überbacken mit Kartoffelpüree mit roter Bete. Dazu ein kleiner Beilagensalat. Der war von der Zusammenstellung ok, aber: er hatte so gut wie kein Dressing. Es waren auf dem obersten Salatblatt/Karotten ein oder zwei Spritzer Essig und das war es. Das fand ich persönlich echt schade, denn ein guter Salat hätte so gut zum Pie gepasst.
Den Pie selber fand ich gut. Ich habe etwas nachgesalzen, ansonsten war er heiß und hat mir auch von der Portion her absolut gereicht. Die rote Bete im Kartoffelpüree gab eine hübsche rote Farbe, man hatte allerdings ein wenig diesen süßlich-erdigen-säuerlichen Geschmack von roter Bete im Hintergrund. Nicht sehr stark vorschmeckend, aber wer keine rote Bete mag – könnte störend sein.

Good Pie Innenleben im Flann O`Brien in Graz

Die Spare Ribs waren der Beschreibung meiner Begleitung nach auch sehr gut; ich habe kurz von der Sauce probiert, die fand ich lecker. Dazu bekam man die üblichen Condiments und, ganz wichtig für die Fish & Chips Esser: Malzessig.

Obwohl ich eigentlich ziemlich gut satt war, wollte ich den Nachtisch nicht ausfallen lassen: die Whiskeykarte des Flann O’Brien ist nämlich ziemlich beeindruckend: rund 300 Sorten stehen zur Auswahl.

QR-Code zur Whiskeykarte vom Flann O`Brien in Graz

Ich habe von dieser Vielfalt natürlich völlig unvernünftig Gebrauch gemacht und genau den einen Whiskey bestellt, den ich ohnehin immer trinke.

Laphroaig Whiskey 10yo cask strenth im Flann O`Brien in Graz

Am Besten schreibt man der Bedienung hier auf, welchen man möchte und sucht ihn dann mit ihr am Tablet raus, so kriegt man sicher das, was man möchte. Dazu bestellte ich den Apple Crumble. Der kam warm, mit einer Kugel veganem Vanilleeis und er war soooo geil! Ernsthaft, wenn der ganze Abend Mist gewesen wäre, der Apple Crumble hätte alles rausgerissen.

Apple Crumble im Flann O`Brien in Graz

Die Apfelstückchen waren hier schön klein und gut durch, aber mit kleinen Nussstückchen in der Crumble-Kruste, nicht zu flüssig/saucig, leichte Zimtnote und mit der Crumble-Schicht drauf und dazu das wirklich gute Eis. Wenn ich nicht gewusst hätte, daß es veganes Eis ist, hätte ich es übrigens maximal an der Farbe als Vergleich zum normalen Vanilleeis erkannt, es war etwas dunkler. Aber es hatte keinerlei seltsamen oder „off“ Nachgeschmack oder Mundgefühl, wie man es bei „Milcheis“ ja manchmal in der veganen Variante hat. Die Süße vom Crumble war perfekt, die kleinen Beerenspiegel-Tupfer haben noch mal einen leicht frischen Kontrast reingebracht. Boah, da hätte ich mich reinlegen können. Das war DAS perfekte Dessert für mich. Die Schokotart muß auch gut gewesen sein, aber ich habe sie selber nicht probiert.

Zum Schluß noch ein kurzes Lob an unsere Bedienung, sie hat ungefragt ein Glas Wasser an den Tisch gebracht, nachdem sich jemand verschluckt hatte. Das fand ich sehr aufmerksam und leider heutzutage nicht mehr selbstverständlich.
Preislich sind wir für meinen Geschmack an der oberen Grenze. Ja, das Essen war sehr gut. Ja, alles ist teurer geworden. Aber für ein Pub sind wir dann doch schon etwas teurer. Es ist halt was, was man gerne zwischendurch machen kann, aber einfach nur für ein Guinness vorbeikommen und was Kleines snacken – eher nicht. Wiederkommen würde ich trotzdem, nämlich alleine schon, um einen guten Whiskey zu trinken und dazu einen Apple Crumble zu genießen.

In diesem Sinne: Slán und Wirsing, Sususi

Der Kreuzwirt, Thal

Von der Pfarrkirche in Thal ist es ca. 1/2 Stunde Fußweg bis man beim Kreuzwirt angekommen ist. Wem das zu weit ist, es gibt dort Parkplätze und es kommen auch viele mit dem Rad.

Der Kreuzwirt in Thal

Wir hatten anscheinend einen guten Tag erwischt, denn es war nichts los. Wir bekamen also ohne weiteres einen Platz auf der teilbeschatteten Terrasse.

Terasse vom Kreuzwirt in Thal

Dort sitzt man bequem und hat eine schöne Aussicht auf die Umgebung.
Wir wurden zügig bedient, wobei es gar nicht so einfach war, sich für ein Gericht zu entscheiden – es klang nämlich alles ziemlich gut. Letztendlich wurden es dann ein halbes Backhendl, ein Beilagensalat und der knusprige Saubauch mit zweierlei Kraut und Senf. Die Karte hat eine gute Mischung aus „gibt es immer“ und „wechselt saisonal“.
Das halbe Backhendl kommt mit knapp 17 Euro für ein regionales Backhendl mit einem normalen Preis für Ausflugslokale daher. Da sich die Preise momentan so zwischen 13 und 20 Euro für das halbe Backhendl bewegen, passt das schon.

Zunächst bekamen wir aber ein Gedeck mit selbst gebackenen Tomatenbrötchen, Schinken und Bärlauchbutter. Absolut nichts dran auszusetzen.

Gedeck im Kreuzwirt mit Bärlauchbutter, Schinken und Brötchen

Auf der Karte steht das halbe Hendl mit Innereien. Bekommen habe ich dazu ein Stück Leber. Das fällt jetzt zwar auch unter „Innereien“, lässt aber folgende Fragen offen: heißt „Innereien“ jetzt hier automatisch „Leber“ oder kann man sozusagen auch Pech haben und bekommt den Magen? Oder, wäre ja auch lecker, das Herz? Normalerweise hätte ich eigentlich alle drei erwartet (und auch gerne gegessen), wenn bei einem Backhendl „Innereien“ dabei steht. Was natürlich eine weitere Frage aufwirft: wenn ich ein halbes Hendl mit allen drei Innereien bekomme, wo kommen dann die Innereien des zweiten halben Hendls her? Gut, jetzt stehen hier sicher noch andere Gerichte OHNE Innereien auf der Karte, von denen diese kommen können, aber wenn ich Innereien laut Karte mit kriege, dann hätte ich sie auch gerne. Lassen wir die fehlenden Teile mal außer acht und beißen in ein gleichmäßig goldgelb-knusprig aussehendes, optisch appetitliches Backhendl.

Backhendl im Kreuzwirt in Thal

Saftig. Schöner Hähnchengeschmack. Die Panier hätte etwas mehr Geschmack haben können, die war ein wenig fade, aber das Hendl selber war tadellos. Es war knusprig und gut frittiert, überhaupt nicht fettig, sondern richtig saftig vom Fleisch her.
Der Salat dazu war sehr gut abgeschmeckt, mit Kürbiskernöl und als zusätzlichen Knack noch Kürbiskerne selber. Der hat mir sehr gut geschmeckt.

Beilagensalat im Kreuzwirt in Thal

Die Portion selber war übrigens ordentlich, der Salat auch, beides zusammen war bei der Wärme sogar etwas zu viel. Aber: auch hier hat das Restaurant eine Lösung und wir konnten die restlichen Stücke mitnehmen. Schaut mal, wie hübsch!

Mitnahme-Sackerl vom Kreuzwirt in Thal

Früher gab es diese Mitnahmesackerl überall, wo es Hendl gab, jetzt kriegt man meistens nur noch Alufolie!

Saubauch im Kreuzwirt in Thal mit Kraut und Semmelknödel

Der Saubauch war schön knusprig an der Schwarte und mit zartem Fleisch. Das Kraut war handwerklich einwandfrei, aber ich muß gestehen, es war nicht unbedingt meins. Es lag vielleicht auch daran, daß oben auf dem Kraut der Senf war und sich daher sehr mit dem Kraut vermischt hat. Da der Senf leicht süßlich war statt scharf und das Kraut auch wenig Säure hatte und leicht süßlich war, hat mir hier einfach etwas gefehlt. Ansonsten war aber auch das ein sehr schönes Gericht. Die Semmelknödelscheiben dazu, die Sauce, das Selleriepüree, alles passend und gut.

Zuerst hätte ich gerne noch einen Nachtisch gehabt, den probiere ich dann das nächste Mal, denn, wie gesagt, ich war gut satt!

Preislich etwas gehobener, ja, aber die Zutaten sind regional und saisonal. War es das beste Backhendl, welches ich je hatte? Nein. Das vom Edler in Stangerdorf ist besser. Das vom Sudhaus ungefähr gleich gut. Würde ich dort wieder essen? Ja, ohne weiteres. Vielleicht kann ich dann die Backhendl-Innereien-Frage noch mal ausdiskutieren… Bis dahin, bleibt´s knursprig und: Wirsing, Sususi