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Tokio Dining, Stuttgart

Beim letzten Besuch in Stuttgart konnte ich etwas ausprobieren, was mir schon öfter empfohlen wurde, wo ich jedoch noch nie war. Kein Wunder, denn man stolpert hier nicht so einfach drüber wie über andere Lokale. Man muß hier schon gezielt hinwollen, sonst findet man es nicht – es liegt irgendwo hinter den Mineralbädern. Es ist das „Tokio Dining“ und ich war ziemlich gespannt, was wir finden würden.

Tokio Dining Japanisches Restaurant in Stuttgart

Hat man es gefunden und betreten, fühlt man sich erst mal nicht wie in einem japanischen Lokal – man erwartet eher, daß Oma Erna gleich mit der Dröppelminna um die Ecke kommt und dazu ein Stück Streuselkuchen serviert.

Innenbereich Tokio Dining Stuttgart

Der Eindruck ist allerdings eher flüchtig. Eigentlich ist es dort nämlich ziemlich gemütlich; nur halt nicht so, wie man sich ein japanisches Restaurant vorstellt. Dafür ist es sehr leise: es lief nämlich ausnahmsweise überhaupt keine Hintergrundmusik, was ich persönlich sehr angenehm fand. Die Speisekarte ist sehr umfangreich und bietet von Sushi über Sashimi auch Onigiri, Ramen, Soba und allerlei sonstiges „typisch“ japanisches.

Bestellen kann man hier lustigerweise mittels einer Bestellkarte, wie man es öfter in asiatischen Ländern findet: auf einer Karte werden alle Gerichte inkl. Getränke geschrieben oder angekreuzt zum Bestellen. Es sollte also zumindest eine Person am Tisch leserlich schreiben können.
Wir entschieden uns für eines der gemischten Menüs mit Vorspeise, kleinen Hauptgerichten und einem Dessert und einmal für Kitsune Soba (auch mit Udon-Nudeln zu haben) mit einer Miso-Suppe vorher.

Die Miso-Suppe gefiel mit ausgesprochen gut, hier waren diesmal noch Sojasprossen mit drin. Das hatte ich bisher noch nicht, aber es passte hervorragend. Auch sonst war es eine rundherum solide Miso-Suppe. Das Menü hatte diese ebenfalls als Vorspeise dabei.

gemischte Sashimi im Tokio Dining in Stuttgart

Danach kam ein Teller gemischter Sashimi; alles sehr schön frisch und appetitlich angerichtet.

Hähnchen Yakitori Spieße im Tokio Dining in Stuttgart

Die Yakitori-Spieße kamen dann als nächstes zusammen mit meiner Schüssel Soba.

Kitsune Soba im Tokio Dining in Stuttgart

Und ich muß ehrlich sagen, ich habe selten eine so gute Soba-Brühe gehabt. Sie war schön leicht und nicht sehr salzig. Sie hatte eine leichte Süße durch Mirin und, wenn man so will, einen sehr „klaren“ Geschmack durch den Spinat und die Algen. Erfrischend und gleichzeitig wärmend, ohne schwer im Magen zu liegen. Also alles, was man von einer Schüssel Nudeln eigentlich erwartet.

Kistune Soba Tokio Dining Stuttgart

Die Soba waren leicht bissfest gegart. Es waren nicht die besten Soba meines Lebens, aber ganz weit oben auf der Skala. Man hat deutlich geschmeckt, daß es Soba-Nudeln waren, aber ich glaube nicht, daß sie selbst in-house gemacht wurden. Die Portion war übrigens ausreichend groß um satt zu werden.

Sesameis im Tokio Dining Stuttgart

Als Nachtisch zum Menü gab es eine Kugel Sesameis mit Früchten garniert. Das ist jetzt kein großes Kino, aber ein schöner und passender Abschluß. Das Eis war „normales“ Sesameis, solide, unspektakulär aber lecker.
Alles in allem war das ein Besuch, der unbedingt wiederholt gehört.

Tokio Dining Eingang zum Restaurant

Freundlicher Service und sehr gutes Essen, das lohnt tatsächlich die Anfahrt. Hier kommen authentische Küche, gute Qualität und faire Preise zusammen. Wenn man sicher gehen möchte, daß man einen Platz bekommt, sollte man allerdings besser reservieren, da das Lokal eher klein mit wenig Sitzplätzen ist.

Daher: ごちそうさまでした und Wirsing, Sususi

Buschenschank Bockmoar, Wildon

In der Steiermark kommt man an einem einfach nicht vorbei: dem Buschenschank. (für uns Süddeutsche: das ist ähnlich wie eine Besenwirtschaft). Das ist fast buchstäblich so, denn es gibt ungefähr 800 davon in der Steiermark, was bedeutet, daß auf rund 21 Quadratkilometer 1 Buschenschank kommt. Einer davon liegt eingebettet in die Weingärten am Bockberg in Wildon: der Buschenschank Bockmoar.

Buschenschank Bockmoar in Wildon

Wir sind bisher nur mit dem Auto dort hochgefahren, aber wer einer kleinen Wanderung nicht abgeneigt ist, kann dies ebenfalls tun. Da dies allerdings weithin bekannt ist, sollte man mit mehr als 2 Personen bitte eines tun: reservieren. Es ist dort am Wochenende und Abends insbesondere bei Schönwetter immer ziemlich gut besucht – was bei der schönen Aussicht auch absolut verständlich ist.

Blick vom Buschenschank Bockmoar auf Graz

Mitten zwischen den Rebstöcken hat man dann das, was einen klassischen Buschenschank ausmacht: guten Wein und eine einfache, aber gute Jause.

Sitzplatz zwischen Rebstöcken im Buschenschank Boackmoar

Hier bietet die Speisekarte die klassischen Brettljausen, die Aufstriche und Salate, die hausgemachten Säfte und Weine vom eigenen Weingut. Alles läuft in Selbstbedienung. Man bestellt, kann die Getränke gleich mitnehmen und bekommt einen dieser Piep-Dinger, die blinken und summen, wenn man das Essen holen kann. Abräumen muß man nicht selber, das wird dann übernommen.

Glas Gelber Muskateller im Buschenschank Bockmoar

Wir entschieden uns für die Hausplatte für 2 Personen, einen gespritzen Holundersaft und einen gelben Muskateller – eine meiner Lieblingsweinsorten. Dieser hier passte meiner Meinung nach sehr gut zu einem warmen Sommerabend und der herzhaften Jause. Leicht, trocken, etwas spritzig und leicht fruchtig. Wenn ihr dort oben seid, probiert ihn aus, er passt genau zu Ambiente und Essen.

Die Hausplatte kam mit ein paar Scheiben des selbstgebackenen Brotes vom Buschenschank und mit Fischkäseaufstrich, Kürbiskernaufstrich, Leberwurst und Verhackertem. Dazu verschiedene Käsescheiben, Brüstl, Schinken, rohen Schinken, Ei, Paprika, Gurke, Tomaten, Essiggürkchen, kleine Hauswürstelscheiben. Und einer großen Schale frisch geriebenen Kren (Meerrettich). Mehr als genug, um eine lange Zeit gemütlich vor sich hinzufuttern, die Aussicht zu genießen und langsam auf den Sonnenuntergang zu warten.

Hausplatte für 2 Personen im Buschenschank Bockmoar

Wenn man am richtigen Abend kommt, gibt es nach dem Sonnenuntergang sogar noch die Gelegenheit, einmal einen näheren Blick auf die Mondkrater oder auf Jupiter zu werfen – wenn Klaus Tschernitz am nächsten Sternenabend wieder sein Teleskop dort oben aufstellt. (Einfach ab und zu bei Hengist.at in den Veranstaltungen nachschauen).

Sonnenuntergang beim Buschenschank Boackmoar

Aber ob mit oder ohne Sternenabend – einen schönen Sommerabend kann man dort auf alle Fälle verbringen.

Bis dahin: Servus, pfiat di und baba.
Wirsing, Sususi

Bei Francesco; Bad Liebenzell

Bad Liebenzell ist nicht gerade der Nabel der Welt – und dementsprechend auch kulinarisch eher überschaubar aufgestellt. In den letzten zehn Jahren habe ich hier einige Restaurants kommen und gehen sehen. Dass sich ein Italiener hält, überrascht da wenig: die italienische Küche gehört seit Jahren zu den absoluten Favoriten der Deutschen. In Bad Liebenzell heißt dieser jahrzehntelange Dauerbrenner: „Bei Francesco“

Allora, was soll ich sagen? Unsere Beziehung ist etwas kompliziert.

Tagliatelle Salmone im Bei Francesco in Bad Liebenzell

Betritt man das eher rustikale Lokal, trifft man auf eine Schar wuselnder italienischer Kellner, die versuchen, dem immer vollen Restaurant Herr zu werden. Das Francesco ist nämlich immer gut besucht – im Winter drinnen, im Sommer auch auf der überdachten Terrasse. Hat man einen Platz ergattert, wird man aber zügig bedient.
Der Wein ist hier preislich im oberen Segment, allerdings ohne das auch wirklich verdient zu haben…Trotzdem ist er gut eingeschenkt und landet auch schon mal einen Finger breit über dem Eichstrich.

Wein im Bei Francesco Bad Liebenzell

Ansonsten ist die Speisekarte eben typisch Italiener: Salate, Pizza, Pasta, Fleisch. Ein paar Vorspeisen, Dessert. Nicht aufregend, eigentlich was für jeden dabei. Oder?
Fangen wir mit dem Salat an. Eigentlich ist die Zusammenstellung ganz gut, die Portionen sind groß, das Dressing besteht aus Essig + Öl. Und das ist leider auch das Problem. Käme der Salat mit Essig und Öl zum selber mixen, dann wäre ich absolut zufrieden. So allerdings hatte ich den Eindruck, daß jemand beim Mischen der Essigessenz irgendwo einen Kommafehler gemacht hat. Und ich bin jemand, der Aperitiv-Essige trinkt! Das war zweimal so dermaßen sauer, daß ich den Salat nicht aufessen konnte, weil es mir sonst alles weggeäzt hätte. In Zukunft also lieber ohne mich.
Weiter zum Gemüse: hier waren meine Erfahrungen bisher fettig, fade (ohne Salz, Pfeffer, Geschmack, Gewürz…) oder mit mehr Biss als nötig gewesen wäre.
Verlässlich gut war bisher alles mit Fleisch. Pommes funktionieren auch.
Bei der Pizza ist der Teig geschmacklich echt gut, der Belag allerdings eher Convenience als Kochkunst und eher recht fettig. Dafür gut Käse drauf, und ja, schmeckt trotzdem, wenn auch keine italienische Offenbarung.

Die Pasta hier ist vom Gargrad eher in der weicheren Ecke, die Nudelsaucen sind sicher nicht unbedingt hausgemacht, aber bisher hatte ich nur welche, die mir geschmeckt haben.

Als Dessert hatte ich hier schon das Tiramisu, welches eigentlich nur aus getränkten Löffelbiskuits, Kakaopulver und viiiiel Sahne bestand, damit eigentlich nicht wirklich ein Tiramisu ist, aber trotzdem geschmeckt hat und eine durchaus großzügige Portion war.

Tiramisu im Bei Francesco in Bad Liebenzell

Alles in allem also ein Lokal, wo man nicht unbedingt hingeht zum Essen. Ja, aber warum geht man dann trotzdem immer wieder hin? Nun, manchmal braucht man eher einen Ort, wo man mit Freunden hingeht zum Quatschen und Tratschen, ein Gläschen Wein trinkt und gleichzeitig halt zufällig auch noch was essen kann. Und das geht hier ohne Probleme und auch noch bequem. Zudem wird man hier nicht mit Musik zugedudelt, sondern kann sich problemlos unterhalten.

Da unsere Beziehung also noch lange nicht beendet ist: arrivederci, a presto und Wirsing, Sususi

PS: Beim Heimgehen unbedingt ein Eis mitnehmen, ihnen gehört auch der Eissalon weiter unten an der Straße und das Eis ist echt zu empfehlen!

Sudhaus Graz

Wer aus Graz ist, der kennt sicher die Firma Anton Paar. Und wer Anton Paar kennt, der kennt sicher auch das Sudhaus. Unter der Woche dient das „Sudhaus“ als Firmenkantine; am Nachmittag und Abend dient es als Speiselokal. Zwischendrin wird dort namensecht auch noch Bier gebraut.
Sudhaus 1
Jetzt klingt eine Kantine als Speiselokal erst mal wenig animierend… aber das Sudhaus ist auch keine normale Kantine. Versprochen werden feiner Genuss, gemütliche Atmosphäre und präzise Braukunst.

An der präzisen Braukunst ist erst mal nichts auszusetzen (da die verwendeten Geräte sozusagen im Haus produziert wurden, sollte das auch so sein!), außer, daß das daraus resultierende Bier eben Geschmackssache ist und meinen Geschmack leider nicht wirklich trifft. Wer es selber probieren möchte, es finden dort auch immer wieder Braukurse statt, so daß man sich selber einmal dran versuchen kann.

Zur gemütlichen Atmosphäre sei gesagt, daß der vorherrschende Stil eher skandinavisch-modern anzusiedeln ist, und man dort nicht unbedingt gemütlich sitzt…schick sieht es aber aus, und die (2019 eröffnete) Dachterrasse ist gerade für die dort stattfindenden Veranstaltungen wie Mediterrane Abende, Grillveranstaltungen oder ähnliches schon schön. Sitzt man im Sommer im Erdgeschoss draußen, sitzt man zwar nicht direkt an der Straße, aber quer dazu und muß schon mit Verkehrslärm rechnen. Akustisch ist es innen ok. Man muß bei Veranstaltungen aber damit rechnen, sehr nahe am Lautsprecher oder der Musik selber zu sitzen, was einem das Unterhalten dann sehr schwierig bis unmöglich macht.

So, das war jetzt aber genug Kritik für heute, ab jetzt kommt nur noch Gutes:
nämlich der feine Genuss bzw. das Essen. Das ist nämlich sowohl in der Kantinenvariante als auch in der Restaurantvariante ziemlich lecker!

Meistens geht es mit einem kleinen Gedeck los (ja, das wird berechnet; das finde ich in der heutigen Zeit aber echt nicht „schlimm“; in Italien ist das Coperto schon seit Jahrzehnten üblich…). In diesem Fall war es ein kleiner lauwarmer Rindfleischsalat mit Kartoffelschaum und Zwiebelconfit. Dazu Brot und Aufstrich.
Lauwarmer Rindfleischsalat mit Kartoffelschaum und Zwiebelconfit
Mir persönlich hat es gut geschmeckt; vor allem finde ich es gut, daß man nicht immer nur Brot und Butter oder Brot und Kürbiskernaufstrich etc. bekommt, sondern sich in regelmäßigen Abständen immer etwas Neues ausgedacht wird.
Als Vorspeise hatte ich Beef Tatar:
Beef Tatar
Auch hier: die Qualität der verwendeten Produkte ist sehr gut. Geschmacklich ist das Beef Tatar im Sudhaus eines der besten in Graz (die Konsistenz ist super; nicht breiig sondern durchaus noch mit schönen Stückchen; sehr gut abgeschmeckt, nicht überwürzt)! Auch hier wechselt ab und zu die Dekoration, momentan gibt es dazu Senfkaviar, Kapernapfel, Eigelb; Pfifferlinge, Butter, etwas Kresse und als Beilage ein Bierbrot. Dem leicht getoasteten Bierbrot schmeckt man den Trester noch an, es ist schön knusprig aber nicht bröselig. Ich hatte das Beef Tatar schon mit Kürbiskernmayo dazu, das war auch eine gute Ergänzung.

Als Hauptgericht stehen wechselnde saisonale Gerichte auf der Karte, die im Internet abzurufen ist; die eigentliche Karte ist größer und enthält Gerichte, die sozusagen immer auf der Karte stehen.
Ich entschied mich hier für ein Gericht aus der saisonalen Küche:
Geröstete Lammleber mit Kartoffelpüree
Geröstete Lammleber mit Kartoffelpüree
Das Püree schön fluffig, die Leber gut geröstet, die Zwiebeln knusprig. Wenn es einen kleinen Kritikpunkt gibt, dann folgenden: Es wird im Sudhaus sehr salz-u. würzarm gekocht. Dadurch kommt einerseits der Eigengeschmack der Gerichte schön zur Geltung (so wie hier), andererseits läuft man Gefahr, daß die ganze Geschichte ziemlich fade wird (so z.b. bei den Nudelsaucen im Sudhaus).
Nach Amuse, Vorspeise und Hauptgericht war ich mehr als gut satt. Preislich ist das Sudhaus nicht günstig. Die Qualität der verwendeten Zutaten ist hoch, keine Frage, aber für ein gutes Preis-Leistungverhälnis sollte man eine der dort immer wieder stattfindenden Veranstaltungen wie beispielsweise die Brunch-Veranstaltungen aufsuchen. Und auf Nudeln verzichten. Suppen dort drüben, immer mega-lecker. Saucen dort drüben, ziemlich fade! Ich hatte schon Trüffelsauce, bei der macht man die Augen zu und schmeckt nicht raus, was es sein soll. Alle anderen Gerichte: durchaus lecker, manchmal braucht man noch etwas Salz, ansonsten immer einwandfrei bisher.

Wer noch Inspiration sucht:
Dachterrasse Grill
Mediterraner Abend 1
Dessert
Mediterraner Abend 2
Gansl Brunch Karte
Gans mit Ganslknödel

Wir sehen uns beim nächsten Brunch….
Wirsing; Sususi

Ganesha Graz

Bisher mussten wir für gutes indisches Essen gut 650 km weit fahren. Nach Bad Liebenzell. Dort ist das „Veda“ und es ist in der Region Stuttgart/Pforzheim/Karlsruhe für mich das beste indische Restaurant. Jetzt kann man sich ja denken, daß ich dort nicht mehr so oft essen gehe, seit ich in Graz bin. Glücklicherweise durfte ich am Freitag feststellen, daß auch Graz in dieser Hinsicht sehr gut ausgestattet ist. Da die beiden anderen ausgesuchten Inder spontan nicht auf hatten, folgten wir dem Wink des Universums und begaben uns statt dessen in die Pestalozzi-Straße ins Ganesha.
Wenn man nicht weiß, wo es ist, man muß schon drüber stolpern, sonst findet man es nicht. Einfach rein, die Stufen runter und links…. schon steht man drin…
Ganesha Eingang
…in einem Restaurant mit typisch „indischem“ Dekor und Flair: viel Gold, roter Samt, diverse Wandbilder. Ziemlich gemütlich drinnen und bequem wenn man sitzt. Die Stühle sind doppelt so schwer, wie sie aussehen.Wir wurden mega freundlich empfangen und die ganze Zeit betreut und bedient!

Getränkemäßig kriegt man hier natürlich auch einen Mango-Lassi
Mango Lassi
aber auch zur Abwechslung mal indisches Bier. Cobra oder Kingfischer steht zur Auswahl, beides passt einfach gut zum Essen, da es schöne leichte Biere sind, die die Gewürze im Essen gut auffangen.
Cobra Bier
Ein Blick in die Speisekarte verrät noch mehr Interessantes: zum einen steht hier eine Mulligatawny-Suppe auf der Karte.
Mulligattani Soup
Wer sie nicht kennt, die „Mulligattani“: es ist sozusagen ein Überbleibsel der britischen Kolonialzeit in Indien. Sozusagen ein Zugeständnis der Inder an die britische Menüfolge (eine Vorsuppe) und ein Zugeständnis der Engländer an die würzige indische Küche (mit viel Curry). Im Laufe der Zeit wanderte die Suppe dann auch mit nach England und ist dort heute noch sehr beliebt. Nur außerhalb von England findet man sie eigentlich so gut wie gar nicht. Im Ganesha kann man sie probieren. Dort ist sie sehr heiß, mit ordentlich Einlage, sehr gut und nicht scharf.
Scharf waren dafür diese hier: die Chili Pakoras mit Tamarinden-Dip:
Chili Pakoras
Der Pakora-Teig war ziemlich dick, aber vom Geschmack her gut. Die kleinen grünen Chilis da drin sind schön scharf, nicht ganz Buldak Ramen Niveau aber schön scharf, was heißt, man kann sie gut essen, der Tamarinden-Dip war lecker dazu (ich hätte ihn nicht gebraucht) und alles in allem machen sie ein klein wenig süchtig….

Als Hauptgerichte stehen viele Gerichte auf der Karte, die man woanders auch findet, z. B. das Lamm Khorma (mild):
Lamm Khorma
Aber auch wieder Gerichte, die man sonst nicht findet, zum Beispiel den Kerala Dream, ein Fisch-Curry:
Kerala Dream Fischgericht
Auch wenn hier keine Makrelen-Art für das Curry verwendet wurde (ein typischer Fisch für Kerala Fish Curry ist King Mackerel), war es ein schöner fester Fisch, der zart und nicht trocken war. Er ist nicht zerfallen und er war vorher schön angebraten worden, bevor er in die Soße kam. Diese war würzig (ich wurde zwar gefragt, ob ich es „spicy“ möchte…. da geht noch was! Wahrscheinlich muß sich auch das Restaurant erst an die Kunden rantasten, wenn man bekannter ist, wird es bestimmt auch schärfer…), cremig, rund und einfach zum reinlegen!

Als Beilage kann man diverse Brote auswählen oder Reis. Wir entschieden uns diesmal für Garlic Naan – und das war eine sehr gute Entscheidung!
Garlic Naan
Außen knusprig und splittrig, innen weich und warm und das Ganze mit einem kleinen Hauch Knoblauch. Die perfekte Ergänzung, um die ganze Sauce aufzutunken.

Das Ganze war ein rundum Wohlfühl-Paket, bei dem alles stimmte. Ambiente, Service, Essen… ein kleiner Kokosschnaps am Ende rundet die ganze Sache ab, besonders bei so netten Gastgebern. Wir waren satt und zufrieden und diesmal muß ich dem Schild am Eingang recht geben:
Ganesha Schild

Namaste und Wirsing,
Sususi

Alpaka Expo 2020 Graz

Ok, i have no idea wer oder was Alpakas erfunden hat – aber was auch immer es war, es war definitiv eine fantastische Idee! Alpakas sind so was wie Instant-Happiness…. wer das nicht glaubt, der hat noch nie einem Alpaka in die Augen geschaut. Wer das noch nicht hatte, der konnte es auf der diesjährigen Alpaka Expo in der Grazer Messehalle ausprobieren.

Wir haben davon auch nur durch Zufall einen Tag vorher erfahren – und sobal ich gelesen hatte, daß man dort einen Alpaka-Spaziergang machen kann, war für mich klar, da müssen wir hin.
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Für einen kleinen Spaziergang mit einem Alpaka – alleine dafür hat sich der Weg gelohnt. Abgesehen vom Eintritt der Messe kostete es uns nur eine kleine freiwillige Spende und ein wenig Anstehen. Weil wir früh genug dran waren. Sonst hätten wir schon ganz schön Schlange stehen müssen. So konnten wir relativ schnell mit diesem hübschen Kerl hier eine Runde drehen – Antonio nahm es sehr gelassen. Alpaka eben. Zu knabbern gab es für ihn auch was unterwegs.
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Eine Messehalle plus Außenbereich mit ca. 250 Alpakas und ein paar Lamas konnte man sich anschauen – und eine so relaxte Athmosphäre kriegen wohl nur Alpakas auf Ausstellungen dabei hin. Einzig das Angefingere durch den Preisrichter bei der Show fanden ein paar nicht so lustig. Wobei man dazu sagen muß, daß er schon lange an dem Alpaka zupfen musste, bevor es endgültig genervt war und die Züchterin nebenan anspuckte.

Man konnte auch noch Lamas durch einen Parcour führen, Filzen mit Alpakawolle oder Faser mit dem Spinnrad verspinnen. Eine Modenshow und diverse Produkte aus Alpaka-Wolle und, falls jemand selber in die Zucht einsteigen möchte, Futter und diverses andere Zubehör war zu erwerben.

Am Besten waren aber immer noch die Alpakas selber, die man im Außenbereich sehen konnte. Man glaubt gar nicht, wie unterschiedlich sie alle aussahen. Jedenfalls müssen wir uns diesen Termin auf alle Fälle merken, denn nächstes Jahr findet nicht nur die Alpaka Expo hier statt sondern die World Alpaca Conference. Man darf annehmen, daß dann noch viel mehr der hübschen Tiere hier zu sehen sein werden.

Plus, einige von ihnen sind einfach nur sooooo flauschig!
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Wirsing, Sususi (die ihren Alpaka-Kalender schon in der Küchen hängen hat und jetzt beim Kochen das Alpaka des Monats sieht…)

Stemot 2020

Letztes Wochenende fanden in Wettmannstätten in der Weststeirerhalle die vierten Steirischen Modellbautage kurz: STEMOT statt. Modellbauer aller Art und Alter stellen ihre Modelle aus, kaufen und verkaufen Zubehör, Bausätze, künstlichen Rost, Farben, Klebstoffe und sonstiges.

Zu sehen gibt es alle möglichen unterschiedlichen Modelle aus jedem Genre, wie hier zum Beispiel die CSS Virginia für alle Liebhaber der Sezessions-Kriegs-Modelle…
USS Virginia

Harleys… (nicht Quinn…)Harley

Um auf hoher See zu bleiben… hier die Santa Maria.Santa Maria

Kleine Dioramen setzen die Modelle zusätzlich in Szene wie hier:Camel Trophy 1942

Auch aus Papier kann man erstaunliche Sachen basteln. Vom Kleintier…Hamster

bis zu Science-Fiction.So ein Yoda aus Papier… cool!Yoda

Raumschiffe gab es natürlich auch: Der Maquis Fighter ist gut gelungen.Maquis Fighter

Es lohnt sich, vorbei zu schauen, denn man findet Cooles, Interessantes, handwerklich Beeindruckendes und Skurriles aus der Welt des Modellbaus.

Bananaaaa

In diesem Sinne: Bananaaaaa, äh, Wirsing, Sususi