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Tokio Dining, Stuttgart

Beim letzten Besuch in Stuttgart konnte ich etwas ausprobieren, was mir schon öfter empfohlen wurde, wo ich jedoch noch nie war. Kein Wunder, denn man stolpert hier nicht so einfach drüber wie über andere Lokale. Man muß hier schon gezielt hinwollen, sonst findet man es nicht – es liegt irgendwo hinter den Mineralbädern. Es ist das „Tokio Dining“ und ich war ziemlich gespannt, was wir finden würden.

Tokio Dining Japanisches Restaurant in Stuttgart

Hat man es gefunden und betreten, fühlt man sich erst mal nicht wie in einem japanischen Lokal – man erwartet eher, daß Oma Erna gleich mit der Dröppelminna um die Ecke kommt und dazu ein Stück Streuselkuchen serviert.

Innenbereich Tokio Dining Stuttgart

Der Eindruck ist allerdings eher flüchtig. Eigentlich ist es dort nämlich ziemlich gemütlich; nur halt nicht so, wie man sich ein japanisches Restaurant vorstellt. Dafür ist es sehr leise: es lief nämlich ausnahmsweise überhaupt keine Hintergrundmusik, was ich persönlich sehr angenehm fand. Die Speisekarte ist sehr umfangreich und bietet von Sushi über Sashimi auch Onigiri, Ramen, Soba und allerlei sonstiges „typisch“ japanisches.

Bestellen kann man hier lustigerweise mittels einer Bestellkarte, wie man es öfter in asiatischen Ländern findet: auf einer Karte werden alle Gerichte inkl. Getränke geschrieben oder angekreuzt zum Bestellen. Es sollte also zumindest eine Person am Tisch leserlich schreiben können.
Wir entschieden uns für eines der gemischten Menüs mit Vorspeise, kleinen Hauptgerichten und einem Dessert und einmal für Kitsune Soba (auch mit Udon-Nudeln zu haben) mit einer Miso-Suppe vorher.

Die Miso-Suppe gefiel mit ausgesprochen gut, hier waren diesmal noch Sojasprossen mit drin. Das hatte ich bisher noch nicht, aber es passte hervorragend. Auch sonst war es eine rundherum solide Miso-Suppe. Das Menü hatte diese ebenfalls als Vorspeise dabei.

gemischte Sashimi im Tokio Dining in Stuttgart

Danach kam ein Teller gemischter Sashimi; alles sehr schön frisch und appetitlich angerichtet.

Hähnchen Yakitori Spieße im Tokio Dining in Stuttgart

Die Yakitori-Spieße kamen dann als nächstes zusammen mit meiner Schüssel Soba.

Kitsune Soba im Tokio Dining in Stuttgart

Und ich muß ehrlich sagen, ich habe selten eine so gute Soba-Brühe gehabt. Sie war schön leicht und nicht sehr salzig. Sie hatte eine leichte Süße durch Mirin und, wenn man so will, einen sehr „klaren“ Geschmack durch den Spinat und die Algen. Erfrischend und gleichzeitig wärmend, ohne schwer im Magen zu liegen. Also alles, was man von einer Schüssel Nudeln eigentlich erwartet.

Kistune Soba Tokio Dining Stuttgart

Die Soba waren leicht bissfest gegart. Es waren nicht die besten Soba meines Lebens, aber ganz weit oben auf der Skala. Man hat deutlich geschmeckt, daß es Soba-Nudeln waren, aber ich glaube nicht, daß sie selbst in-house gemacht wurden. Die Portion war übrigens ausreichend groß um satt zu werden.

Sesameis im Tokio Dining Stuttgart

Als Nachtisch zum Menü gab es eine Kugel Sesameis mit Früchten garniert. Das ist jetzt kein großes Kino, aber ein schöner und passender Abschluß. Das Eis war „normales“ Sesameis, solide, unspektakulär aber lecker.
Alles in allem war das ein Besuch, der unbedingt wiederholt gehört.

Tokio Dining Eingang zum Restaurant

Freundlicher Service und sehr gutes Essen, das lohnt tatsächlich die Anfahrt. Hier kommen authentische Küche, gute Qualität und faire Preise zusammen. Wenn man sicher gehen möchte, daß man einen Platz bekommt, sollte man allerdings besser reservieren, da das Lokal eher klein mit wenig Sitzplätzen ist.

Daher: ごちそうさまでした und Wirsing, Sususi

Brauhaus Eins, Stuttgart

In Stuttgart gibt es gut und gerne 10 Brauhäuser. Und in den meisten davon war ich schon. In einem jetzt allerdings das erste Mal: im Brauhaus Eins im Boschareal.

Brauhaus Eins in Stuttgart

Das war eigentlich mehr eine spontane Entscheidung, aber wie sich herausstellte, eine sehr gute. Man sitzt dort nämlich im Vergleich mit anderen Brauhäusern echt gut. Ja, es war voll, wahrscheinlich war wieder eine Vorstellung in der Liederhalle dran, aber zu zweit haben wir trotzdem gleich einen Platz bekommen. Und konnten uns dort noch gut unterhalten, denn trotz des vollen Hauses war die Akustik angenehm.

Brauhaus Eins Innenbereich

Die Speisekarte brachte mich persönlich etwas in Entscheidungsnot, denn es standen da so viele Sachen drauf, die ich gerne probiert hätte. Am Ende wurde es dann der Schwabenteller. Dieser ist sozusagen von allem ein Bisschen: Unter den Röstzwiebeln versteckt sich eine selbstgemachte Maultasche. Dazu gab es eine leckere Bratensauce, cremige Käsespätzle und Kartoffelsalat.

Schwabenteller im Brauhaus Eins Stuttgart

Das war eine perfekte Entscheidung! Nicht nur war die Maultasche selber gemacht, sie hatte auch einen tollen Geschmack und eine perfekte Konsistenz, sprich: nicht zu weich und nicht zu hart. Die Bratensauce hat gut dazu gepasst, und die Röstzwiebeln waren super knusprig und perfekt gewürzt. Die Käsespätzle waren super cremig und soooo lecker! Wenn die Portion nicht eh schon so groß gewesen wäre, hätte ich hier gerne mehr davon gehabt. Außerdem mußte ich diesmal nicht nachsalzen. Der Kartoffelsalat war gut, aber da hab ich ehrlich gesagt in Stuttgart auch nichts anderes erwartet.

Obwohl ich nach diesem Riesenteller schon ziemlich satt war, stand noch etwas auf der Speisekarte, an dem ich selten vorbei gehen kann: der Kaiserschmarrn. Er stand auf der Karte mit „+ Rosinen“, ich nehme an, wenn man diese möchte, muß man sie mitbestellen. Ist mir ehrlich gesagt erst später aufgefallen, Kaiserschmarrn ist nämlich das einzige Gericht, in dem Rosinen eine Daseinsberechtigung haben. Ich habe sie nicht extra mitbestellt, und so waren auch keine drin.

Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob der Kaiserschmarrn selbst gemacht war… es gab nichts, was auf das eine oder andere hingedeutet hätte. Es war halt ein normaler Kaiserschmarrn. Das Apfelmus dazu war gefühlt nicht selber gemacht, hat aber gut dazu gepasst. Man kann damit nichts falsch machen.

Für mich war das ein super Preis-Leistungs-Verhältnis und nicht nur auf Grund der Portionsgröße sehr stimmig. Wenn wir mal wieder in der Nähe sind, möchte ich auf alle Fälle noch viel mehr von der Speisekarte probieren, denn die klingt echt gut!

Bier haben wir hier allerdings keines probiert, das gebe ich zu, es stand jetzt nichts auf der Karte, was ich unbedingt hätte testen müssen und bei Bier bin ich eh heikel und mag nicht so allzuviel.

Also Prost und Wirsing; Sususi

„BlockHouse“, Stuttgart

Ich liebe Steak! Am besten so blutig wie möglich. Und ich habe in meinem Leben schon jede Menge davon gegessen. Mal bessere, mal schlechtere und ein paar Mal wirklich außergewöhnlich gute. Wenn also jemand als Abendessen ein Steakhouse vorschlägt, bin ich dabei.

Deshalb war ich auch mit dabei, als wir in Stuttgart im „BlockHouse“ in der Königsstraße waren. Warum sage ich das dazu? BlockHouse ist eine Kette von Restaurants, also kann ich in diesem Fall nur für diese Filiale sprechen. Vielleicht ist es in einer der restlichen 66 Filialen ja anders.

BlockHouse in der Königsstraße Stuttgart

Was aber sicher gleich ist, ist die Speisekarte. Und schon da finde ich eine Sache nicht so prickelnd: Steaks gibt es nicht einzeln. Also ich kann nicht einfach ein Steak bestellen und sonst nix. Man wird quasi gezwungen, den Salat, die Baked Potato, die Sourcream und die Scheibe Knoblauchbrot mit dazu zu nehmen.

Baked Potato mit SourCream, Meerrettich und Knoblauchbrot

Klar, man kann extra Beilagen bestellen. Man kann auch extra Salat bestellen. Oder Saucen. Man kann auch sagen, das ganze drumherum bitte weglassen. Nur: der Steakpreis ist sozusagen der Komplettpreis. Lasse ich hier die Baked Potato, den Salat und das Brot weg und nehme z.B. Grillgemüse dazu, zahle ich den Komplettpreis + das Grillgemüse extra. Ganz ok finde ich, daß man den Salat weglassen kann, und dann für 3 Euro Aufpreis eine der Vorspeisen bestellen kann. Auf der anderen Seite ist das aber doof, wenn ich halt wirklich Steak essen gehen will.

Eingang vom BlockHouse in der Königsstraße in Stuttgart

Gut, wir wurden gesessen und dann auch irgendwann bedient.

Jetzt kommt der zweite Punkt. Ich bestellte als Vorspeise eine Bull Soup, dann ein Mr. Rumpsteak. Dann wollte die Bedienung sich schon meinem Freund zuwenden. Ich bestellte einfach weiter, denn ich wollte das Steak ohne Kartoffel, Brot und Sourcream, sondern mit Steakbutter. Ok, hat sie auch noch aufgeschrieben, dann noch nach dem Dressing für den Salat gefragt (American, French und Italian) und dann wollte sie schon wieder bei meinem Freund weiter machen. (no pun intended…) Keine Abfrage des Gargrades? Ich bestellte halt einfach weiter, ich wollte es nämlich rare haben. Das hat mich etwas irritiert. Ganz viele Restaurants, die Steak servieren, treffen den gewünschten Gargrad halt mal nicht punktgenau, damit kann ich leben, solange er nicht total daneben ist. Aber bisher bin ich immer gefragt worden, wie ich das Steak gerne hätte.

BlockHouse Beilagen-Salat mit American Dressing

Der Salat kam, da kann man nicht meckern, der war ok. Die BullSoup war auch gar nicht schlecht, heiß, gute Portion, geschmacklich auch gut, aber nichts Besonderes.

Bull Soup im BlockHouse Stuttgart
Bull Soup Einlage im BlockHouse Stuttgart

Das Steak kam.

Mr. Rumpsteak im BlockHouse Stuttgart

Meine Steakbutter nicht. Sie brauchte Nachfragen beim Kellner und dann noch mal 5 Minuten. Das Steak war vom Gargrad her allerdings sehr gut getroffen.

Rumpsteak Rare im BlockHouse Stuttgart

Nur: die Qualität des Fleisches war… meh. Das Fleisch selber war nicht besonders geschmackvoll. Ja, man macht die Augen zu und weiß, man isst Fleisch. Damit endet es aber auch schon. Tut mir leid, aber da war nicht viel Eigengeschmack da. Die Steakbutter war dann, als sie kam ok, aber auch kein Wow-Effekt. Und das schlimmste: hier war ein wirklich großes Stück Steak so voller Sehnen, daß man es nicht essen konnte. Auch nicht schneiden. Oder sonst was tun. Also wirklich kein Fett (das mag ich) sondern unkaubare, unschneidbare Sehnen. Und bei dem Preis ist das wirklich viel, was da weg musste. Das war nicht toll!

Sehnen im Rumpsteak im BlockHouse Stuttgart

Das lässt auf Folgendes schließen: erstens war das Fleisch wahrscheinlich nicht besonders lange gereift, ich gehe hier von max. 3 Tagen aus. Das könnte das flache Aroma erklären. Und zweitens handelt es sich vermutlich um einen sehr schlechten Cut, vermutlich ein günstiger Mischzuschnitt garantiert nicht aus dem Mittelstück.
Schade fand ich auch, daß hier zusätzlich zum Salz nur hauseigener Steakpfeffer und kein normaler Pfeffer zur Verfügung stand. Das ist natürlich Geschmackssache.

Steakpfeffer vom BlockHouse

Alles in allem: kann man zum schnellen Mittagessen machen. Muß man aber nicht und gerade in Stuttgart braucht man eigentlich nur ein paar Schritte weiter gehen und findet sehr viel bessere Steaks, auch welche, die sich preislich nichts nehmen. Abacco´s z.B. hat für ca. 26 Euro 200 g Rumpsteak und das von sehr viel besserer Qualität als hier. Vielleicht noch irgendwann eine andere Filiale ausprobieren, einfach um den Service und die Fleischqualität zu vergleichen, ansonsten ist das für mich ein Restaurant, in das ich nicht mehr gehen brauche.

Bis dahin: Wirsing, Sususi

Veda, Bad Liebenzell

Ich glaube, ich hatte es schon einmal erwähnt: mein Lieblingsinder befindet sich in Bad Liebenzell. Nämlich das „Veda“. Und ich kenne das Restaurant schon, seit sie vor 9 Jahren dort aufgemacht haben. Was heißt: nächstes Jahr haben sie 10-jähriges Jubiläum und wir hoffen, daß der Betrieb nicht nur bis dahin sondern auch weit darüber hinaus erhalten bleibt.

Indisches Retaurant "Veda"

Warum ist es nun mein absoluter Lieblings-Inder zwischen Bad Liebenzell und Graz? Einfach, das Essen ist jedes Mal sehr gut. Seit 9 Jahren. Liegt zum einen daran, daß das „Veda“ ein absoluter Familienbetrieb ist und deshalb schon seit Jahren immer der selbe Koch hinter den leckeren Sachen steckt und zum anderen daran, daß man hier wirklich mit Leib und Seele hinter dem Restaurant und der verkauften Qualität steht. Das merkt man nicht nur am netten Umgang sondern auch an den Speisen selbst.

Schild

Schauen wir doch einmal ein wenig näher hin. Die Familie stammt aus Nordindien und damit aus einer Region, die gerne cremige Curries, Paneer und Joghurt isst, ebenso gerne wie Fleischgerichte und Tandoori-Gerichte. Sie ist normalerweise weniger scharf als die Südindische Variante. Das spiegelt sich hier auch in der Karte wieder. Nichtsdestotrotz findet man auch hier vegetarische Gerichte. Auf der Wochenkarte gibt es jeweils zwei Gerichte zur Auswahl, von denen eines mindestens vegetarisch ist, oft auch vegan. Die normalen Gerichte der Karte können auf Wunsch auch veganisiert werden.

Innen

Bei den Currys hier ist es so, daß man sich zuerst das Fleisch (also die Hauptzutat) raussucht, und danach noch die Sauce, die man gerne hätte. Man kann also Hähnchen bestellen mit Khorma. Oder lieber doch Garnelen mit Butter-Currysauce? Bei 4 Hauptzutaten und 7 Saucen sollte eigentlich jeder fündig werden. Biryanis, Tikka Masalas und Vegetarische Gerichte sind ebenfalls ausreichend vorhanden. Vorspeisen, Suppen, Salate und Desserts bieten eigentlich mehr, als man essen kann, aber genau so viel, wie man gerne essen möchte…

Essen

Wie gesagt, wir sind in Nordindien unterwegs, also ist die Frage, ob man das Gericht scharf möchte, ohne weiteres ungefährlich mit „ja“ zu beantworten. Mehr als pikant wird es trotzdem nicht, aber man bekommt dann ein Döschen Chilipulver zum selber nachwürzen.

Der Reis ist fluffig und als Beilage zum Essen perfekt gekocht.

Reis

Hier merkt man, daß man als Gast geschätzt wird. Die Portionen sind groß, aber man hat hier nie das Gefühl, daß einem die Speisen schwer im Magen lägen – nein, man fühlt sich nach dem Essen einfach nur sehr zufrieden. Gesättigt, aber nicht voll. Einfach glücklich. Deshalb gehe ich dort so gerne essen, denn das Rundum-Paket ist einfach unschlagbar und ich lege das Restaurant wirklich jedem ans Herz, der sich in der Gegend aufhält.

Namaste und Wirsing,
Sususi

P.S.: Wenn sich jetzt jemand über die fehlende Farbe im Mango-Lassi aufregt oder am Tandoori-Chicken – hier wird eben keine Lebensmittelfarbe ist Essen gekippt, indisch typisch hin oder her. Gefällt mir, denn hier sind die Lebensmittel frisch, ohne zusätzliche Geschmacksverstärker und die Qualität stimmt einfach.
P.P.S.: Das Restaurant hat übrigens sogar einen eigenen Tandoor-Ofen!

Ganesha Graz

Bisher mussten wir für gutes indisches Essen gut 650 km weit fahren. Nach Bad Liebenzell. Dort ist das „Veda“ und es ist in der Region Stuttgart/Pforzheim/Karlsruhe für mich das beste indische Restaurant. Jetzt kann man sich ja denken, daß ich dort nicht mehr so oft essen gehe, seit ich in Graz bin. Glücklicherweise durfte ich am Freitag feststellen, daß auch Graz in dieser Hinsicht sehr gut ausgestattet ist. Da die beiden anderen ausgesuchten Inder spontan nicht auf hatten, folgten wir dem Wink des Universums und begaben uns statt dessen in die Pestalozzi-Straße ins Ganesha.
Wenn man nicht weiß, wo es ist, man muß schon drüber stolpern, sonst findet man es nicht. Einfach rein, die Stufen runter und links…. schon steht man drin…
Ganesha Eingang
…in einem Restaurant mit typisch „indischem“ Dekor und Flair: viel Gold, roter Samt, diverse Wandbilder. Ziemlich gemütlich drinnen und bequem wenn man sitzt. Die Stühle sind doppelt so schwer, wie sie aussehen.Wir wurden mega freundlich empfangen und die ganze Zeit betreut und bedient!

Getränkemäßig kriegt man hier natürlich auch einen Mango-Lassi
Mango Lassi
aber auch zur Abwechslung mal indisches Bier. Cobra oder Kingfischer steht zur Auswahl, beides passt einfach gut zum Essen, da es schöne leichte Biere sind, die die Gewürze im Essen gut auffangen.
Cobra Bier
Ein Blick in die Speisekarte verrät noch mehr Interessantes: zum einen steht hier eine Mulligatawny-Suppe auf der Karte.
Mulligattani Soup
Wer sie nicht kennt, die „Mulligattani“: es ist sozusagen ein Überbleibsel der britischen Kolonialzeit in Indien. Sozusagen ein Zugeständnis der Inder an die britische Menüfolge (eine Vorsuppe) und ein Zugeständnis der Engländer an die würzige indische Küche (mit viel Curry). Im Laufe der Zeit wanderte die Suppe dann auch mit nach England und ist dort heute noch sehr beliebt. Nur außerhalb von England findet man sie eigentlich so gut wie gar nicht. Im Ganesha kann man sie probieren. Dort ist sie sehr heiß, mit ordentlich Einlage, sehr gut und nicht scharf.
Scharf waren dafür diese hier: die Chili Pakoras mit Tamarinden-Dip:
Chili Pakoras
Der Pakora-Teig war ziemlich dick, aber vom Geschmack her gut. Die kleinen grünen Chilis da drin sind schön scharf, nicht ganz Buldak Ramen Niveau aber schön scharf, was heißt, man kann sie gut essen, der Tamarinden-Dip war lecker dazu (ich hätte ihn nicht gebraucht) und alles in allem machen sie ein klein wenig süchtig….

Als Hauptgerichte stehen viele Gerichte auf der Karte, die man woanders auch findet, z. B. das Lamm Khorma (mild):
Lamm Khorma
Aber auch wieder Gerichte, die man sonst nicht findet, zum Beispiel den Kerala Dream, ein Fisch-Curry:
Kerala Dream Fischgericht
Auch wenn hier keine Makrelen-Art für das Curry verwendet wurde (ein typischer Fisch für Kerala Fish Curry ist King Mackerel), war es ein schöner fester Fisch, der zart und nicht trocken war. Er ist nicht zerfallen und er war vorher schön angebraten worden, bevor er in die Soße kam. Diese war würzig (ich wurde zwar gefragt, ob ich es „spicy“ möchte…. da geht noch was! Wahrscheinlich muß sich auch das Restaurant erst an die Kunden rantasten, wenn man bekannter ist, wird es bestimmt auch schärfer…), cremig, rund und einfach zum reinlegen!

Als Beilage kann man diverse Brote auswählen oder Reis. Wir entschieden uns diesmal für Garlic Naan – und das war eine sehr gute Entscheidung!
Garlic Naan
Außen knusprig und splittrig, innen weich und warm und das Ganze mit einem kleinen Hauch Knoblauch. Die perfekte Ergänzung, um die ganze Sauce aufzutunken.

Das Ganze war ein rundum Wohlfühl-Paket, bei dem alles stimmte. Ambiente, Service, Essen… ein kleiner Kokosschnaps am Ende rundet die ganze Sache ab, besonders bei so netten Gastgebern. Wir waren satt und zufrieden und diesmal muß ich dem Schild am Eingang recht geben:
Ganesha Schild

Namaste und Wirsing,
Sususi