Archiv der Kategorie: Allgemein

Wieder Wilhelma

Ich hatte ja diese Woche Geburtstag und deshalb hatte ich dieses Wochenende Besuch. Und da heute bis auf Weiteres der letzte schöne Tag sein sollte, haben wir die Gelegenheit genutzt und einen kleinen Abstecher nach Stuttgart in die Wilhelma unternommen. Der Eintritt kostet jetzt übrigens 14 € p. Person.
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Zum Essen haben wir diesmal nicht das Café Belvedere (siehe http://sususi.meinblog.de/?p=329 ) besucht sondern das Wilhelma Restaurant. Dieses wird, wie in Karlsruhe, von der Schuler Gastronomie betrieben.

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Im Gegensatz zu Karlsruhe war hier das Preis-Leistungs-Verhältnis allerdings ganz in Ordnung. Ich hatte Kartoffelecken mit Dip, für 4,50 € kann man sich nicht beschweren, und auch das Schnitzel mit Pommes für ca. 9 € bewegt sich sowohl von der Portion als auch vom Preis her in völlig normalen Bahnen.

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Die Kartoffelecken waren schön knusprig, allerdings völlig salzarm. Ebenso der Dip, der eine Art Sauerrahm mit Kräutern und Knoblauch war. Kein Highlight, aber für einen schnellen Snack absolut ok. Natürlich lief hier der Betrieb auch wieder mit Selbstbedienung, aber hier waren alle Servicekräfte auf Zack. Sauberkeit war hier übrigens auch gut. Davon mal abgesehen gibt es hier auch schön viele Sitzplätze, also sollte auch bei viel Betrieb noch Platz sein.

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Auch ein Besuch im Schmetterlingshaus durfte nicht fehlen, aber dafür waren wir jahreszeitlich nicht ganz optimal dran und konnten bloß ein paar wenige Exemplare begutachten.

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Wirsing, Sususi

Iglo Feinschmecker Saftige Ofenfilets

Heute wollte ich unbedingt Fisch zum Abendessen. Das war diesmal ausnahmsweise kein Problem, ich wollte nämlich etwas, was ich tatsächlich in der Tiefkühltruhe vorrätig hatte. Kommt zugegebenerweise selten vor *g*!
Also gab es heute Reis und dazu: „Feinschmecker Saftige Ofenfilets in Mediterraner Sauce“ von iglo.
Iglo Saftige Ofenfilets

Halt, erst die Anleitung lesen: In der Aromatasche in den vorgeheizten Backofen, 15 min. warten, schütteln, nochmal 10 Minuten warten. Soweit die Kurzfassung, die lange steht auf der Packung.

Aus der Packung kommen zwei Aromataschen mit je einem Filet. Etwas schwierig zu erkennen: oben auf dem Fisch ist eine Art, hm, sieht aus wie Tomatenbutter oder so. Mal sehen, was rauskommt.
Iglo Saftige Ofenfilets

Ab in den Ofen. Nach 15 min. soll man die Packung an den Enden greifen und „vorsichtig schütteln“. Hm ok, schütteln, naja, also ich hab es ein paar Mal hin und her geschwenkt und die Soße mal von rechts nach links laufen lassen. Bei mehr schütteln wäre der Fisch wahrscheinlich zerfallen. Dann noch mal 10 Minuten in den Ofen.

Nach dem Rausholen die Aromatasche aufschneiden und auf einen Teller gleiten lassen. Am Besten erst mal die Sauce ausgießen und den Fisch vorsichtig nachrutschen lassen.

Hier auch schon das erste Problem. Nach Zubereitung laut Packungsanweisung war der Fisch bei meinem Ofen nicht nur nicht durch (Ich liebe Sushi und Sashimi. Aber dann ess ich bewußt rohen Fisch und keinen halb aufgetauten!) sondern auch kalt. Dummerweise ist die Aromaverpackung aber ja logischerweise schon aufgeschnitten und in die enge Tasche hätte ich den Fisch eh nicht mehr eingefädelt. Also mußte mal schnell die Mikrowelle einspringen. Das ist sicher ofenabhängig, also eine Sache, die man ausprobieren muß, aber ärgerlich ist es schon.

Iglo Saftige Ofenfilets

 

Ist der Fisch durch, sieht er zumindest mal lecker aus, riecht aber sehr neutral. Und leider finde ich, daß er auch ziemlich neutral schmeckt. Gut, er schmeckt nach Fisch, ein wenig tomatig, ab und an findet man ein bißchen mediterranen Kräutergeschmack. Das war es aber auch schon. Sehr salzarm, sehr mild. Irgendwie nach Schonkost. Gewünscht hätte ich mir vielleicht ein wenig mehr Salz, ein wenig Knoblauch, vielleicht ein wenig Weißwein. Irgendwie halt ein bißchen Geschmack dran.

Zumindest war der Fisch durch die Aromatasche sehr saftig, das muß man den Filets lassen.

Ich fand es jetzt nicht so den Brüller; einmal probieren, damit kann man nichts falsch machen, aber so toll, daß ich es mir noch mal kaufen würde – nö, da finde ich die Filegro von iglo besser.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 54

Heute ist das Wetter schon ein bißchen freundlicher als die letzten Tage, äh, Wochen, hm, Monate. Trotzdem paßt das Buch von heute, nämlich „Suppen für jede Jahreszeit“ von 1973 aus dem Heyne Verlag, noch ziemlich gut. Denn, es liefert ja Rezepte für rund 300 Suppen „für jede Jahreszeit“.
Suppen für jede Jahreszeit

Das Rezeptregister ist freundlicherweise nicht nur aufgeteilt in Kapitel wie „Fruchtsuppen“ oder „Mischgemüsesuppen“ sondern zusätzlich gibt es ein alphabetisch geordnetes Register.

Drinnen findet man natürlich nicht nur deutsche Suppen – französische, spanische und sogar nordafrikanische Suppen sind hier vertreten. Es sind sogar ein paar süße Suppen vertreten – die sind allergings gar nicht mein Fall. Die obligatorische Rindsbouillon darf auch nicht fehlen, aber es sind auch viele ungewöhnliche Rezepte zu finden: z. B. der „Thomas Tews Newport Fish Chowder“ oder die „Holzbein-Suppe“. Letztere dürfte allerdings daran scheitern, daß die wenigsten Haushalte einen 14 Liter fassenden Suppenkessel daheim haben. Trotzdem sind die meisten Rezepte für den gewöhnlichen Haushalt geeignet, und auch die Anleitungen dazu sind verständlich.

Immer nur auf Fertigtütensuppe zurückgreifen, weil einem nichts anderes mehr einfällt? Nicht mit einem Werk wie diesem im Repertoire – lohnt sich aus meiner Sicht auf alle Fälle, mal Ausschau zu halten, ob man noch eins davon auftreiben kann.

Meine Kochbücher…Nr. 53

Heute gibt es mal wieder ein Werk aus dem Parragon-Verlag und wir alle wissen ja, was das heißt: Achtung, verliert gerne mal Blätter. Die Bindung bricht wieder mal gerne auf, aber das sind wir von Parragon schon gewöhnt. Diesmal ist es die „10 Minuten Küche“:

10 Minuten Küche
Das Buch ist nicht leicht zu fotografieren gewesen, da der Einband diesmal in blau-metallic gehalten wurde – sieht schick aus, spiegelt halt leider.

Auf 176 in 7 Kategorien blättert man Seite um Seite auf richtig leckere Gerichte! Ob Ziegenkäsetörtchen, Knoblauchgarnelen mit Chili-Dip oder gegrillte Tropenfrüchte mit Gewürzbutter… alles mit Bild, super-schmackhaft und:

– die Zutatenlisten sind bis auf wenige Ausnahmen kurz, übersichtlich und einfach zu beschaffen; vieles davon hat man eh schon daheim

– die Rezepte lassen sich tatsächlich in sehr kurzer Zeit umsetzen, zumindest, wenn man alle Zutaten bereit stehen hat. Bei einigen Rezepten kommt halt noch Schneidetätigkeit mit dazu, die, je nach Fingerfertigkeit logischerweise mehr oder weniger Zeit in Anspruch nimmt.

– die Rezepte sind alle einfach bis sehr einfach; es gibt kaum Rezepte, die schief gehen könnten.

Mehr gibt es hierzu eigentlich fast nicht mehr zu sagen: tolles Buch, tolle Rezepte, tolle Ergebnisse. Lohnt sich in der Anschaffung, ich mag es sehr gerne.

Wirsing, Sususi

Meine Tassen…04

Also, da das Wetter keine Anstalten macht, sich in eine weniger winterliche Richtung zu bewegen, gibt es zum Nachmittagskaffee heute einfach mal keinen Kaffee sondern eine Russische Schokolade. Die könnte man jetzt einfach in irgendeine Tasse klatschen – oder man macht es so wie ich: man sucht sich eine optisch dazu passende Tasse raus. In meinem Fall diese hier:
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Das ist ein Sammelgedeck mit einer Porzellanmarke, über die ich leider nicht besonders viel weiß: aofi Porzellan Bavaria. Ich habe keine Ahnung, zu welcher Manufaktur diese Marke paßt, also, wenn es jemand weiß, dann darf er mir gerne schreiben.
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Was ich aber weiß, ist, daß diese Tasse mit Ätzdekor verziert ist. Ätzdekore sind zum einen im Aufglasurbrand hergestellt (vielleicht erinnert Ihr Euch an diese hier: http://sususi.meinblog.de/?p=407 da hatte wir das mit den Brenntemperaturen schon mal). Zum Ätzdekor kommt man jetzt, wenn auf die Goldmetallschicht an den Stellen, die unverändert bleiben, per Schablone ein Lack aufgetragen wird, der diese Stellen vor dem Säureangriff schützt. An den Stellen, wo der Lack nicht ist, wird die Metallschicht mit Säure angeätzt. Das kann man dann auch daran sehen, daß diese Stellen dann matt aussehen. Hier das fertig ausgeätzte Motiv:
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Diese Art von Dekor ist nicht spülmaschinenfest und auch sonst recht empfindlich –  es ist anfällig für Kratzer oder andere Spuren, die auch dann gerne entstehen, wenn Teller ohne Schutz dazwischen übereinander gestapelt werden. Wenn man genau hinschaut, dann sieht man an dieser Untertasse leichte Spuren, die die Tasse darauf mit der Zeit hinterlassen hat.

Trotzdem eine schöne Tasse, die ich gerne benutze (das tut natürlich sein Übriges zum Abnutzen *g*) und so schick kann es dann fertig aussehen:
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Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 52

Heute mal wieder was Kleineres: „kalte Gerichte und Salate“ von 1976 aus dem Heyne Verlag. Leider komplett ohne Bilder, dafür aber mit immerhin 160 Seiten.

Kalte Gerichte und Salate

Das Werk heißt ja: Kalte Gerichte und Salate, fangen wir mal mit den kalten Gerichten an. Hier gibt es wenig Neues: Zungenschnittchen, Sardellenbutter oder Birnenhälften pikant – kennt man, braucht man nicht wirklich als Rezept, aber schön, um sich Anregungen zu holen. Schön ist, daß sich auch viele Dinge fürs kalte Buffet finden: Sülzen, Saucen oder Spießchen und sogar Roastbeef oder Schweinebraten. Was jetzt die Salate betrifft – da gibt es wirklich soooo viele Variationen, die ich bisher noch nicht kannte, daß sich das Werk dafür schon lohnt: natürlich finden sich auch die Klassiker wie Waldorf-Salat, Geflügelsalat Hawai oder Salat Riviera, aber eben auch Meraner Salat, Zwiebelsalat Valencia oder Gurkensalat Palermo.

Anleitungen sind hier meist in ein paar Sätzen abgehandelt, aber das ist bei Salaten ja auch nicht weiter verwunderlich bzw nicht tragisch – es macht (bei den meisten Sachen jedenfalls) wohl keinen Unterschied, ob man zuerst die Gurken oder die Tomaten in die Schüssel gibt.

Was mich zu etwas anderem bringt: manchmal sind die Ausdrücke für verwendete Zutaten typisch 1976. Den Beutel Mayonnaise findet man ja heutzutage schon wieder, aber Dampfwurst mußte zumindest ich mal kurz nachschlagen.

Muß man jetzt nicht unbedingt kaufen – wer´s hat, kann damit aber schon was anfangen.

Wirsing, Sususi

 

Meine Kochbücher…Nr. 51

Ok, ich glaube, ich muß mich heute mal als „Soko Kitzbühel“-Fan outen. Diese Serie ist auch der Grund, warum ich im Besitz des heutigen Kochbuchs bin: Es wurde nämlich verfasst von Andrea L´Arronge aka „Gräfin Schönberg“ in der erwähnten Serie. Wer meint, den Namen irgendwo schon mal gehört zu haben, besagte Dame spielte auch in diversen anderen deutschen Serien mit, unter anderm der Schwarzwaldklinik und dem Traumschiff. Das Buch heißt heute: „Meine schnellsten Rezepte aus aller Welt“ und stammt von 2001 aus dem Augustus Verlag.
Meine schnellsten Rezepte

 

Innen drinnen sind auf 95 Seiten Gerichte  die erstens rechte einfach umzusetzen sind und zweitens keine Fettbomben sind, sondern schöne leichte, mediterran angehauchte Speisen. Auch wenn die Reise um die Welt hier etwas kurz ausfällt, finde ich schön, daß ein Kapitel Rezepte aus Martinique bietet und ein anderes Rezepte aus Südafrika. Beides Regionen, über die man in anderen Werken sonst normalerweise nicht stolpert.

Auch wenn man sich denken kann, daß 95 Seiten für 9 Kapitel jedem Land nur sehr wenig Platz läßt, sind die ausgwählten Rezepte landestypisch und ohne komplizierte Zutatenlisten. Guacamole, Käsekuchen ohne Boden oder Melonensalat mit Gurke und Sesam…alles für den europäischen Gaumen nicht zu exotisch und auch für Anfänger in Erfolgserlebnissen endend.

Wirsing, Sususi

Lebkuchen … mit Oliven…

Lebkuchen kennt, glaube ich, jeder. Besonders liegen diese natürlich den Nürnbergern am Herzen; das liegt unter anderem natürlich an den berühmten Elisenlebkuchen. Diese gibt es mit Zuckerguß, mit dunkler Schokolade und … mit Oliven!
Lebkuchen mit Oliven

 

Da stutzt der Zeidler erst mal (für alle Nicht-Fränkisch Aufgewachsenen: Zeidler = Imker), das hätte er sich auch nicht träumen lassen, was so alles aus seinem Honig werden kann.

Ich gebe zu, auch ich hätte bei Oliven gedacht an Knoblauch, Rosmarin oder Schafskäse; auf Schokolade und Lebkuchen wäre ich nicht gekommen. Andererseits: erinnert Ihr Euch noch an mein Kochbuch „Kochen mit Olivenöl“? Dort war auch ein Rezept für ein Schoko-Dessert mit Olivenöl.

Eine spannende Sache also, das Ganze. Wohlgemerkt, wir reden hier tatsächlich über Elisenlebkuchen mit schwarzen Oliven drin. Es sieht aus wie ein großer Lebkuchen mit Schokolade. Und es schmeckt … hervorragend! Der Olivengeschmack ist ganz dezent vorhanden, ich bin mir nicht sicher, ob ich drauf gekommen wäre, wonach es schmeckt, wenn ich es nicht gewußt hätte. Man schmeckt beim Beißen zwischendurch sehr saftige Olivenstückchen, der ganze Lebkuchen ist dadurch sehr saftig. Die Nußstückchen im Lebkuchen balancieren die leicht süßlich-bittere Schokolade und die fruchtig-herben Olivenstückchen sehr gut miteinander aus. Für meine Begriffe passen Schokolade und Oliven wirklich hervorragend zusammen.

Im Mund merkt man ganz spät eine leichte Säure von den Oliven, wie wenn man Olivenöl probiert hat. Diese ist jedoch nur sehr schwach wahrnehmbar. Und keine Mißverständnisse aufkommen lassen: Der Lebkuchen schmeckt auf keinen Fall ölig, sondern wie ein normaler, sehr saftiger Lebkuchen mit ein bißchen dem besonderen Touch.

Wer interessiert ist, schaut einfach mal bei http://www.tresaromas.de

Wirsing, Sususi

Aeroccino Plus von Nespresso

Ich hab ein neues Spielzeug… und zwar ein Küchengerät, das eigentlich nur eine einzige Funktion ausführen soll und im Vergleich zu seinem Nutzen unwahrscheinlich teuer ist. Mit anderen Worten: ein absoluter Luxusartikel, der unglaublich viel Spaß macht!

Hier ist er, der Aeroccino Plus von Nespresso für *hüstel*…70 Euro. Dazu muß man allerdings sagen, auf anderen Seiten als direkt über Nespresso geht der Aeroccino mal locker für den doppelten Preis weg (Amazon!)
Aeroccino Plus

Er kann eigentlich zwei Sachen, Milch aufschäumen und Milch heiß machen. Milch heiß machen interessiert mich nicht, aber die Milch-Aufschäumung hier ist eben einfach unschlagbar. Erstens produziert er unheimlich viel Schaum. Dies scheint laut anderen Erfahrungsberichten allerdings abhängig von der Milchsorte zu sein; Bioland funktioniert angeblich nicht so gut wie z. B. Gut und Günstig. Ich habe die Aldi-Milch Milfina mit 1,5 % Fett verwendet und damit hat es prima geklappt. Drückt man nur einmal sehr kurz auf den Ein-Schalter, schäumt der Aeroccino und wärmt die Milch gleichzeitig. Hält man den Ein-Schalter ca. 2-3 sek. lang gedrückt, schäumt er bloß, ohne zu heizen.
Cappucino

Mit einem Mal aufschäumen hat der Aeroccino eine ganze Tasse voll Schaum geliefert und er war noch nicht mal bis zur maximalen Füllhöhe befüllt. Für zwei Portionen Cappuccino sollte er also ohne Probleme Schaum genug liefern.

Und zweitens gefällt mir, daß der Schaum richtig schön fest wird. Jetzt werden einige motzen: „Bauschaum-Qualität“ und „für Cappuccino ungeeignet, weil sollte cremig und halbflüssig sein“, aber ich trinke recht wenig Cappuccino. Und auf meinem Kakao möchte ich festen Milchschaum. Ebenso auf meiner Suppe und meinen Erdbeeren, ect.

Reinigen ist auch ganz einfach, einfach mit kaltem Wasser ausspülen, die Spirale rausnehmen (die dank eines Magnet sicher sitzt und sich trotzdem leicht rausnehmen läßt) und das Innere mit einem Küchentuch trocknen. Dauert bei mir grade mal 10 Sekunden. Ehrlich gesagt kann ich aber nichts zur Reinigung sagen, wenn die Milch heiß gemacht wurde, da scheint es manchmal zu Schwierigkeiten mit Ablagerungen zu kommen. Man müßte da mal bei Nespresso nachfragen, ob man den Milchaufschäumer mit herkömmlichen Milchsteinentferner reinigen kann. Ansonsten gilt natürlich: wegen der Anti-Haft-Beschichtung auf keinen Fall ätzende oder scheuernde Reinigungsmittel verwenden (auch keine Mikrofasertücher!) oder sonst irgendwie drin rumkratzen.

Warum ich den Aeroccino Plus wollte und nicht den Aeroccino 3, also das Nachfolgemodel? Der Aeroccino Plus läßt sich durch den etwas größeren Durchmesser in Kombination mit der geringeren Höhe für meinen Geschmack leichter saubermachen. Und der hat einen Henkel. Und eine Ausgießtülle. Deutliches Plus also für den „Plus“ *g*

So, ich geh jetzt noch eine Tasse Schaum genießen…

Wirsing, Sususi

UPDATE: Inzwischen habe ich verschiedene Milchsorten und Fettstufen ausprobiert, und er hat alle gut aufgeschäumt. Sogar die entrahmte H-Milch mit 0,1 % Fett von Kaufland (Wellyou). Wichtig ist bloß, daß die Packung frisch geöffnet wird. Stand sie schon ein paar Tage geöffnet im Kühlschrank, dann wird der Schaum nicht mehr so fest und es wird auch nicht so viel Schaum. Fragt mich nicht, warum.

Meine Kochbücher…Nr. 50

Tadaa! Das halbe hundert ist voll! Und noch dazu ist es heute ein eher außergewöhnliches Werk: „Die moderne Hauswirtschaft – Verarbeitung der Lebensmittel im Familienhaushalt und in Anstaltküchen“ aus dem Schöningh Verlag von 1973.
Die moderne Hauswirtschaft

Hier drinnen sind Rezepte mit Mengenangaben von 1 über 4 bis 100 Portionen. Ok, ihr könnt den Finger wieder von der Stirn nehmen, ich meine das völlig Ernst. Und wer schon mal den verzweifelten Versuch erlebt hat, Schinkennudeln für 50 Personen zu servieren – die eine Hälfte nicht ganz fertig, die andere Hälfte matschig und beides nicht besonders dolle abgeschmeckt – dann mag man den betreffenden Leuten gerne dieses Werk hier in die Hand drücken! Eintopf läßt sich ja noch ganz gut hochrechnen, aber schon mal mehr als 4 Portionen Rührei mit Speck auf einmal gemacht? Oder Pfannkuchen für 20 Leute? Jeder, der das schon mal versucht hat und gescheitert ist, der sollte sich merken, daß man manche Zutaten nicht einfach so hochrechnen kann – dafür ist aber diese Büchlein mit 380 Seiten sehr hilfreich.

Da hier zum einen die Grundrezepte angegeben sind und zusätzlich die Mega-Portionen ist es natürlich geradezu ideal für Freizeiten oder Festivals geeignet. Dazu kommt noch, daß alle Zubereitungsarten sehr ausführlich erklärt werden, von verschiedenen Arten, Mürbteig herzustellen bis hin zu schmoren, dünsten und dämpfen.

Das einzige Manko, mit dem man leben muß, ist, daß die Temperaturangaben z. B. mit „mittelstarker Hitze“ angegeben sind – aber wer kocht auch schon für eine ganze Gruppe, wenn er noch nie einen Herd von Nahem gesehen hat? Oh, Bilder gibt es leider auch nicht.

Wirsing, Sususi